Cupido - Love Songs
Markus Miesenberger, Erich Traxler, Christian Haimel
- Label
- Challenge Classics
- Katalognummer
- CC 72936
- EAN / Barcode
- 0608917293623
- Erscheinungsdatum
- 2 Februar 2023
Die Idee für diese Aufnahme entstand aus einem direkten Vergleich der beiden Lieder "Cupido" und "Kupido" des berühmten Komponisten Joseph Haydn und des weniger bekannten Wiener Komponisten Johann Holzer. Obwohl beide Meister denselben Text verwenden, unterscheiden sich die musikalischen Vertonungen erheblich in Natur und Form. Während Haydns Melodien den Inhalt mit einem Augenzwinkern und großer Subtilität präsentieren, lädt Holzers Stück den Hörer zum Mittanzen ein und sprüht vor Lebensfreude und Musikalität. Joseph Haydns Lieder umfassen eine breite musikalische Spannweite und sind von unschätzbarem Wert für die Entwicklung des Genres: Sie stellen einen entscheidenden Teil bei der Weiterentwicklung des Wiener Lieds dar und führen hin zu Franz Schubert. Etwa zur gleichen Zeit, zwischen 1778 und 1791, entstand in Wien eine Liedsammlung von höchster Qualität, deren Bedeutung über die Jahrhunderte völlig in Vergessenheit geraten ist. Josef Anton Steffan, Johann Holzer, Carl Friberth, Leopold Kozeluch, Martin Ruprecht und Franz Anton Hoffmeister waren nur einige der vielen hochkreativen Komponisten, die in der österreichischen Kaiserstadt tätig waren. Diese Komponisten bereiteten den Boden für die vollendeten Kunstlieder von Mozart, Beethoven und Schubert. Wie bei vielen Wiener Merkmalen werden hier verschiedenste Stilmittel vermischt: volkstümliche Elemente, Charakteristika des Singspiellieds und des Norddeutschen Lieds werden mit dem zusätzlichen Einfluss der italienischen Arie zu einem völlig neuen musikalischen Genre geformt. Die Verbindung zum neunzehnten Jahrhundert wird durch französische Lieder hergestellt, die ab 1810 in Wien durch den italienischen Gitarrenvirtuosen Mauro Giuliani veröffentlicht wurden. Für dieses Projekt wurde ein historisches Streichinstrument gewählt, um ein noch größeres Gefühl von Intimität zu schaffen. Erich Traxler spielte auf einem historischen Fortepiano von 1815 aus Innsbruck von Johann Georg Gröber, und Christian Haimel spielte eine Gitarre mit Darmsaiten von etwa 1850, inspiriert von Johann Anton Stauffer und gebaut von einem anonymen Hersteller. Alle diese besonderen Merkmale sollen den romantischen Liedern über Liebe, Leidenschaft, Zärtlichkeit, Zuneigung, Verlust, Treue und Untreue neues Leben einhauchen und ihnen einen echten, unverfälschten und natürlichen Charakter verleihen. Sie verzaubern und verführen uns in ein altes Wien voller Sehnsucht, Hingabe, Charme, Witz und musikalischer Lebensfreude!
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